„Der Eindruck besteht, dass sich daran seit 2018 nichts geändert hat"

10.01.2021

CDU-Fraktion fordert vom RP Karlsruhe Klarheit wegen Pflegemaßnahmen im Lienzinger Naturschutzgebiet (NSG) "Ziegelhäule"

Mühlacker-Lienzingen. Nachgehakt wegen der Pflegemaßnahmen im Lienzinger Naturschutzgebiet (NSG) "Ziegelhäule" auf dem ehemaligen Erddeponiegelände zwischen Mühlacker und Lienzingen hat die CDU-Fraktion im Gemeinderat der Stadt Mühlacker. Für die Vergabe der Pflegeaufträge sei das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) zuständig, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion. Diese hätten sich immer wieder verzögert. In einem Schreiben an Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder stellt Fraktionsvorsitzender Günter Bächle am Wochenende fest: „Der Eindruck besteht, dass sich daran nichts geändert hat.“
Der Pflegeplan hatte sich verzögert, sollte aber jetzt in Angriff genommen werden, zitierte Bächle aus einem Antwortschreiben von Anfang 2018 der Vorgängerin von Felder, Nicolette Kressl, an ihn. Das Regierungspräsidium werde in einem „zeitnah vorgesehenen Ortstermin“ mit der Stadt Mühlacker klären, welche Wiesenflächen über Pflegeaufträge oder Pflegeverträge nach der Landschaftspflege-Richtlinie des Landes mit örtlichen Landwirten abgeschlossen werden können. Darüber hinaus werde der Pflegetrupp des Präsidiums Spezialpflegemaßnahmen im eingezäunten Bereich der Tongrube vornehmen.
Nachdem Regierungspräsidentin Kressl bereits im April 2017 in Karlsruhe ihre Unterschrift unter die Verordnung gesetzt habe, sei diese im folgenden Juni in Kraft getreten. „Damit wurden elf Hektar aus ehemaliger Tongrube und Erdzwischenlager, wertvollen angrenzende Wiesen sowie das flächenhafte Naturdenkmal Trinkweiher auf der Gemarkung Lienzingen Naturschutzgebiet. Die Vorarbeiten begannen schon 2014.“ In einer Anfrage an Regierungspräsidium und Stadtverwaltung habe er seinerzeit geschrieben, beklagt werde eine mangelnde Pflege des Naturschutzgebietes. Offenbar stehe noch der Abschluss der Pflegeverträge aus.
Gerade die Vertreter des Stadtteils Lienzingen im Gemeinderat von Mühlacker würden um Erläuterung des Sachstandes bitten: „Gibt es Pflegemaßnahmen und -verträge? Kamen örtliche Landwirte als Auftragnehmer zum Zuge?“ Das NSG werde nur südlich und westlich von einem Weg umrundet – wäre es möglich, greift Bächle einen Vorschlag aus der Bürgerschaft auf, einen auch nördlich als Verbindung zur L 1134 für Fußgänger zu schaffen? Könne der eingezäunte Bereich wenigstens zeitweise für Öffentlichkeit freigegeben oder Exkursionen angeboten werden? Und schließlich will er wissen, ob auf dem Gelände noch der Deutschen Sandlaufkäfer nachgewiesen werden könne, wegen dessen Auftretens das Gebiet letztlich unter Schutz gestellt worden sei.

 

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