"Man sollte sich nicht in Sicherheit wiegen“

22.07.2021

In einem Schreiben an die Stadtverwaltung hat der Mühlhäuser Stadtrat Wolfgang Schreiber die regelmäßige Pflege des Hochwasserdamms im Stadtteil angemahnt. Hintergrund ist die Nachricht einer besorgten Bürgerin, die sich angesichts der Bilder aus den Katastrophengebieten um den Hochwasserschutz im Enztal sorgt.

Mühlhausen. In einem Schreiben an die Stadtverwaltung hat der Mühlhäuser Stadtrat Wolfgang Schreiber die regelmäßige Pflege des Hochwasserdamms im Stadtteil angemahnt. Hintergrund ist die Nachricht einer besorgten Bürgerin, die sich angesichts der Bilder aus den Katastrophengebieten um den Hochwasserschutz im Enztal sorgt.

„Die aktuelle Hochwasserkatastrophe“, heißt es in einer E-Mail, die Wolfgang Schreiber erreichte, „veranlasst mich, Ihnen heute über die Sorgen von mir und direkten Nachbarn beziehungsweise Ortsansässigen, die das Hochwasser in Mühlhausen erlebt haben, zu schreiben.“ Der Damm, so die Einwohnerin, sei in den vergangenen Jahren, angefangen mit dem Fällen der Pappeln am Sportplatz und Kinderspielplatz und den damit verbundenen Schredder-Arbeiten, mit schwersten Spezialmaschinen befahren worden und dadurch „extrem breit und auch flacher“ geworden. Durch Fäll- und Rodungsarbeiten seien an der Dammseite zum Fluss hin große Löcher aufgerissen worden. Die Spuren der Maschinen seien deutlich zu sehen, so die Mühlhäuserin, die Fotos beigefügt hat. „Ich denke, man sollte hier schnellstens handeln und sich nicht in Sicherheit wiegen, die in der heutigen Zeit schnell überholt sein kann. Die Kosten von entsprechenden Maßnahmen sind sicherlich deutlich geringer im Vergleich zu Kosten, die nach einer Überflutung mit großen Schäden entstehen würden.“

CDU-Stadtrat Schreiber gibt die Klage in seinem Schreiben an die Stadtverwaltung weiter. Die Ereignisse in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern, gibt er zu bedenken, beschäftigten auch die Bürger im Enztal. „Noch immer präsent sind die Ereignisse vom Dezember 1993.“

Schon mehrfach habe er in Beratungen auf die Pflege der Vorländer und die Beseitigung von durch Arbeitsmaschinen entstandenen Schäden an der Dammkrone hingewiesen. Die Erledigung sei auch durch die Flussmeisterstelle zugesagt worden, so Schreiber. „Durch die im Winter durchgeführte Fällaktion, Herausgraben der Baumwurzeln und aktuelle Mäharbeiten gibt es erhebliche Radspuren und auf der Flussseite Löcher im Damm durch Herausnahme der Wurzelstöcke. „Bitte nehmen Sie sich des Themas an und leiten Sie die Info weiter an das für die Unterhaltung zuständige Amt beim Regierungspräsidium“, so Schreiber gegenüber der Stadtverwaltung.

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