"Keinen anderen geeigneteren innenstadtnahen Ersatzstandort"

21.01.2019

CDU-Stadträte besuchten St. Franziskus-Seniorenzentrum Mühlacker und informierten sich über die Neubaupläne der Einrichtung auf dem Ziegeleiareal - Die von September 2019 an geltende neue Landes-Heimbauverordnung schreibt verbindlich Einzelzimmer mit einer Mindestgröße von 14 Quadratmetern vor

Mühlacker. Die Stadtverwaltung muss eine Planung entwickeln für eine attraktive Anbindung des Areals alte Ziegelei an die Innenstadt für Fußgänger, Menschen mit Rollatoren und in Rollstühlen insbesondere vor dem Hintergrund  des Wunsches der Keppler-Stiftung, Träger des St. Franziskus-Seniorenzentrums Mühlacker, einen Neubau im Ziegelei-Areal zu realisieren. Diese Folgerung zieht die CDU-Gemeinderatsfraktion nach einem Besuch des jetzigen Heims an der Erlenbachstraße. „Die bestehende Bahnunterführung zwischen Ziegeleistraße und Bahnhofsvorplatz ist als dauerhafte Anbindung unzureichend“, so Fraktionsvorsitzender Günter Bächle in einem Antrag für den Gemeinderat.

Im Gespräch mit Markus Schellinger, dem Leiter des St. Franziskus-Seniorenzentrums mit Mehrgenerationenhaus, informierte sich die CDU-Fraktion über den Stand der Überlegungen, ins Ziegeleiareal umzusiedeln. Die von September 2019 an geltende neue Landes-Heimbauverordnung schreibe verbindlich  Einzelzimmer mit einer Mindestgröße von 14 Quadratmetern vor. Nach reiflicher Überlegung war für die Verantwortlichen allerdings auch klar, dass diese neuen Vorgaben nicht im Haus an der Erlenbachstraße, das 1982 erbaut und 2008 grundlegend saniert worden ist, verwirklicht werden kann, sagte Schellinger.

Ein Umbau an der Erlenbachstraße sei wirtschaftlich nicht darstellbar, zumal das Gebäude in den Rohbauzustand zurückversetzt werden müsste. Während der Umbauzeit hätten die Bewohner woanders untergebracht werden müssen. Schwer fiel die Entscheidung insbesondere deshalb, weil der jetzige Standort sehr zentral gelegen ist, griff Schellinger einen Einwurf von Stadträtin Gisela Schmid-Beck auf, die wenig Verständnis für die Aufgabe des jetzigen Standorts äußerte. Schellinger sprach von einem auf dem Ziegeleiareal geplanten Modulsystem, das je nach Pflegebedürftigkeit die passenden Angebote parat halte – von der altengerechten Wohnung, dazu buchbare Serviceangebote, Pflegeheim mit Kurzzeitpflegeplätzen. Denkbar sei, in dem Komplex auch einen Kindergarten unterzubringen und auch so eine attraktive Begegnungsstätte für die Bewohner des Gebietes zu machen, was Stadtrat Bächle als Pluspunkt der Pläne bezeichnete.

Es gebe keinen anderen geeigneteren innenstadtnahen Ersatzstandort, versicherte Schellinger laut Pressemitteilung der CDU-Gemeinderatsfraktion. Die Stadträte Matthias Trück und Kathrin Bossert-Fröhle sagten, der Weg in die Innenstadt und zu den Enzgärten werde länger. Umso wichtiger sei es, eine attraktive Fußgängeranbindung zu schaffen, das den Interessen auch gehbehinderter Menschen gerecht werde. Wie denn der Stand der Grundstücksgespräche der Keppler-Stiftung für das Ziegeleiareal sei, wollte Stadtrat Wolfgang Schreiber wissen. Schellinger antwortete, Gespräche habe es gegeben, aber noch keine Verhandlungen. Wolfgang Buchtala und Bernd Obermeier drückten die Forderung der CDU-Fraktion aus, in den nächsten Monaten in der Ziegelei entscheidend weiterzukommen. Hier dürfe es keine weiteren Verzögerungen geben. Die Art der Wiederverwertung des jetzigen Heimstandortes sei noch offen, so Schellinger auf die Frage von Stadtrat Theo Bellon.

Fraktionsvorsitzender Bächle begrüßte, dass das Seniorenzentrum auch am neuen Standort Mehrgenerationenhaus bleiben wolle, was es seit 2008 ist. Diese Einrichtung gehe auf einen seinerzeitigen Antrag der CDU-Fraktion zurück, weshalb sie ihr ein besonderes Herzensanliegen sei. Auf den steigenden Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen verwies der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, der Hausarzt Dr. Peter Napiwotzky.


 

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    Öffentlicher Rundgang

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