Enzberg: Junge Familien suchen Bauplätze – Was plant die Stadtverwaltung?

28.01.2021

Der CDU-Kommunalpolitiker beklagte, dass sich an diesem Zustand in den vergangenen eins bis zwei Jahren nichts geändert habe. Seine Fraktion nahm sich des Themas an, denn, so ihr Vorsitzender Günter Bächle: „Wir wollen, dass die Stadt in allen Ortsteilen ein Angebot für den Eigenbedarf aus dem jeweiligen Stadtteil entwickelt.“ In einer Anfrage an die Stadtverwaltung forschte er für die Fraktion nach den Absichten im Rathaus.

Mühlacker-Enzberg. „In Enzberg mangelt es an Bauland, aber es herrscht eine Nachfrage junger Familien nach Bauplätzen, denen im Moment kaum Flächen angeboten werden können“, stellte Stadtrat Theo Bellon fest. Der CDU-Kommunalpolitiker beklagte, dass sich an diesem Zustand in den vergangenen eins bis zwei Jahren nichts geändert habe. Seine Fraktion nahm sich des Themas an, denn, so ihr Vorsitzender Günter Bächle: „Wir wollen, dass die Stadt in allen Ortsteilen ein Angebot für den Eigenbedarf aus dem jeweiligen Stadtteil entwickelt.“ In einer Anfrage an die Stadtverwaltung forschte er für die Fraktion nach den Absichten im Rathaus.
Im westlichen Teil der Lämmerzunge sehe der Flächennutzungsplan eine Wohnbaufläche vor – allerdings unter der 110KV-Bahnstromleitung, die vorher abmontiert werden soll. Bächle und Bellon wollten von der Verwaltung erfahren, ob sie Erkenntnisse habe, wann die Leitung abgebaut wird und wann sie selbst ins Bebauungsplan-Verfahren einsteigen will. Außerdem fragten sie nach dem Zeitplan für die Bebauung südlich der Hartfeldschule, wo wenigstens zirka 14 Bauplätze entstehen könnten.
Der Abbau der Bahnstromleitung im Bereich der Lämmerzunge sei, so Oberbürgermeister Frank Schneider in seiner Antwort, die Voraussetzung für die Realisierung des Baugebiets „Lämmerzunge West“. Das Planfeststellungsverfahren befinde sich derzeit nach Teiländerung der Pläne in der nochmaligen Offenlage. Nach Abschluss des Verfahrens könne die neue Leitungstrasse gebaut und in der Folge die Bahnstromleitung beseitigt werden. Die Verwaltung habe hierzu keine Kenntnis über einen näheren Zeitplan. Da beide Baumaßnahmen aber einige Zeit in Anspruch nehmen, plane die Verwaltung, aufgrund der mit der nämlichen Bahnstromleitung bereits gemachten Erfahrungen, das Bebauungsplanverfahren „Lämmerzunge West“ erst dann wieder aufzunehmen, wenn mit den Bauarbeiten an der neuen Trasse begonnen wird.
Bekanntlich war vor Jahren von der Bahn angekündigt worden, die 110-kV-Leitung zeitnah abzubauen, was aber bis jetzt nicht geschehen ist, obwohl sich Stadt und Bauherren vor Jahren darauf verlassen und einen Bebauungsplan ohne Leitung vorgelegt hatten, der auch realisiert worden ist. Die Leitung ist, so die CDU-Fraktion in einer Pressemitteilung, ein Ärgernis für die Hausbesitzer, die darunter gebaut haben in der Hoffnung, dass sie rasch verschwindet. Es sei höchste Zeit, dass die Zusagen auf Abbau umgesetzt werden, so Fraktionsvorsitzender Bächle.
Die Entwicklung des Baugebiets südlich der Hartfeldschule soll durch einen Erschließungsträger im ei-genen Namen erfolgen, schrieb der OB. Der Kaufvertrag zwischen Stadt und Erschließungsträger sei derzeit beim Notar in Vorbereitung. Die Verwaltung gehe davon aus, dass der Erschließungsträger nach Vertragsabschluss einen Zeitplan vorlegen wird.


 

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