Ein Drama, dessen letzter Akt nun hoffentlich bald geschrieben ist

20.05.2024

Stadtverwaltung muss den Bauzeitenplan für neue Feuerwehrunterkunft einhalten - Ein Drama, dessen letzter Akt nun hoffentlich bald geschrieben ist – CDU-Kommunalkandidaten in Lomersheim unterwegs

Mühlacker-Lomersheim. „Die Stadtverwaltung kann es sich nicht erlauben, den Zeitplan für den Umbau eines früheren Handwerkerbetriebs im Letten für die Abteilung Lomersheim der Freiwilligen Feuerwehr nicht einzuhalten“, ist sich der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion, Günter Bächle, sicher. Denn nun ziehe sich das Projekt bald drei Jahre hin, da müsse endlich ein Schlusspunkt gesetzt werden. Alles andere wäre peinlich.

In einer Mitteilung der CDU über die Stationen ihrer Kommunalkandidaten in Lomersheim heißt es, vergangenen Dienstag habe Bürgermeister Armin Dauner im Gemeinderat gesagt, die Bauarbeiten am Gerätehaus der Feuerwehr-Abteilung Lomersheim würden bis Ende März 2025 abgeschlossen und habe auf den vereinbarten Bauzeitenplan zwischen Hochbau, Planer und Feuerwehr hingewiesen.

Die CDU-Fraktion sei anderntags vor Ort im künftigen Gerätehaus gewesen. Der Kommandant der Abteilung, Moritz Gieza, habe mit Kameraden sachlich die Probleme beschrieben, sei mit den Besuchern über die Baustelle gegangen und habe die Räume gezeigt. Zumindest leise Zweifel seien – auch bei ihr ¬- aufgekommen, dass dieser Bauzeitenplan terminmäßig so umgesetzt werden kann wie vorgesehen, räumt die Fraktion ein. Nichtsdestotrotz: „Auch wenn seit langer Zeit noch unverbautes Material von Handwerkern herumsteht, so wollen wir im Interesse aller zwei Dutzend Aktiven hoffen, dass Dauner Recht behält“, so der Fraktionsvorsitzende bei einem Gang des CDU-Kommunalteams über die Baustelle.

Unabhängig davon müsse nach Einzug der Abteilung Lomersheim ins neue Domizil der Fall aufgearbeitet werden, um für die Zukunft daraus zu lernen, forderte der Lomersheimer CDU-Stadtratskandidat Matthias Aichele. Dass viel Motivation bei den ehrenamtlichen Tätigen durch die Art und Weise der Umsetzung des Projekts verloren ging, sei verständlich, dürfe sich jedoch nicht wiederholen, so Ulrich Stüber, Matthias Trück und Dr. Peter Napiwotzky. Mit Blick auf die Baupläne in Lienzingen müsse es, so Ursula Stierle, künftig heißen: „Die Stadt baut, die Feuerwehr zieht ein.“

Ironisch meinte Bächle, immerhin sei man weiter als vor den Gemeinderatswahlen 2014 und 2019. Damals hätten sich die Kandidaten der Parteien im jetzt noch bestehenden, außerordentlich beengten Domizil an der Turmstraße 45 die Klinke in die Hand gegeben und Abhilfe versprochen. Dass sich der Umzug in die neue Unterkunft so lange hinziehe, sei ein Drama, dessen letzter Akt nun hoffentlich bald geschrieben sei.

Elf Millionen für Schule und Halle

Anschließend und beim Gespräch – auch mit Kreistagskandidatin Martina Rapp - im RKV-Heim gab es weitere Themen. Lomersheims Wendler-Schule sei durch die Sanierung ein Musterstück geworden, die Gemeindehalle werde derzeit endlich von Grund auf erneuert. Allein für beide Projekte gebe die Stadt rund elf Millionen Euro aus. Die CDU-Fraktion habe dieses „Lomersheimer Paket“ voll unterstützt, so ihr Sprecher, ebenso die Ortskernsanierung, deren Geld-Topf vom Land kürzlich mit 1,1 Millionen Euro nachgefüllt worden sei. Matthias Aichele sagte, der Zuspruch beim Sanierungsprogramm könne größer sein.

Für Fußgängerampel

Weiteres Thema: Der seit langem bestehende Wunsch nach einer dauerhaft aufgestellten Fußgängerampel in der Illinger Straße auf Höhe Edeka. Da es sich um eine Kreisstraße handle, habe er sich als Kreisrat jetzt beim Landratsamt dafür eingesetzt, aus Gründen der Verkehrssicherheit eine Signalanlage zu genehmigen, so Günter Bächle.

Der Fischerverein müsse offenbar das Areal ehemals Geißel in Lomersheim verlassen. Wo werde der Verein untergebracht, lautete die Frage an die Stadträte. Gegenüber dem RKV-Heim werde die Ansiedlung des Vereines angeblich von der Verwaltung abgelehnt. Die CDU-Fraktion will dies in einer Anfrage im Gemeinderat klären. Und noch ein weiterer Hinweis aus der Runde: An der Urnenwand auf dem Lomersheimer Teil fehlt ein Ruhebänkle.

Foto: Den Bauzeitenplan im Visier: Kommandant Gieza und Fraktionsvorsitzender Bächle.
 

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