Fast 212.000 Kilowatt sauberen Stroms von kommunalen Dächern

18.04.2014

Antwort der Stadtverwaltung Mühlacker auf eine CDU-Gemeinderatsanfrage

Mühlacker. Den Jahresverbrauch an Strom von 63 Haushalten produzieren die auf stadteigenen Gebäuden montierten Photovoltaikanlagen. Das ergibt die Umrechnung der 2012 erzeugten 211.607 Kilowattstunden (kWh) auf den Jahresverbrauch von 3359 kWh des deutschen Musterhaushalts. Wie aus der Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage des Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Stadtrat Günter Bächle, hervorgeht, sind inzwischen auf sieben kommunalen Immobilien jeweils eine solche Anlage mit einer Gesamtleistung von knapp 222 Watt Peak (kWp) vorhanden.

Dazu gehören die Anlagen der Stadtwerke Mühlacker auf der Turnhalle Reichmannstraße, der Hartfeld-Turnhalle in Enzberg, der Wendler-Grundschule in Lomersheim sowie der Gemeindehalle Lienzingen. Rein städtisch sind die Anlagen auf der Gemeindehalle Mühlhausen, dem Klärwerk Lomersheim und dem Bauhof am Herrenwaag. Private Anlagen auf kommunalen Gebäuden gebe es nicht, so Oberbürgermeister Frank Schneider in der Antwort an den CDU-Stadtrat. Eine der beiden Anlagen im Klärwerk Lomersheim sei nur für den Eigenverbrauch des Klärwerks; diese Zahl fehlt in der Gesamtsumme der Stromerzeugung.

Die Frage von Bächle nach der Rendite erbrachte keine genauen Zahlen. Der OB: „Bisher wurden keine Renditeberechnungen durchgeführt.“ Bedingt durch die unterschiedlichen Einspeisevergütungen sowie die Abhängigkeit des Wetters schwankten die Einnahmen von Jahr zu Jahr. Somit sei eine Renditeberechnung derzeit nicht sinnvoll beziehungsweise erst nach einigen Jahren aussagekräftig.

Die Stadtwerke Mühlacker bezahlen eine Gebühr für die Verwendung der Dächer stadteigener Gebäude für solche Photovoltaikanlagen. Die Dachnutzungsentgelte sind, so der OB, von der jährlichen Einspeisevergütung abhängig. Das Entgelt belaufe sich je nach Vertrag zwischen zwei und drei Prozent der Einspeisevergütung und betrage für 2012 genau 2.277,68 Euro.

Ob denn alle Möglichkeiten der rentierlichen Dachnutzung für solche Anlagen zur Erzeugung sauberen Stroms auf städtischen Gebäuden ausgeschöpft seien, wollte der Stadtrat nach Mitteilung seiner Fraktion ebenfalls wissen. Nein, heißt es demnach in der Antwort, aber die Dächer seien – zum Beispiel bei der Feuerwache – nicht saniert. Hierbei sei aber zu beachten, dass die Fördermöglichkeiten deutlich reduziert wurden und dadurch auch die Rentabilität reduziert wird, so Schneider abschließend.

 

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