Bossert-Fröhle weiterhin Vorsitzende der CDU Mühlacker

09.10.2016

Mitgliederversammlung des Stadtverbandes mit Wahlen und Diskussion zur Stadtpolitik - Kontrovers verlief die Debatte über die neueste Entwicklung auf dem Ziegeleigelände

Mühlacker. Kathrin Bossert-Fröhle bleibt Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Mühlacker. Bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend im Gasthaus „Blume“ legte sie eine Bilanz der Arbeit in den vergangenen beiden Jahren ab, die laut Pressemitteilung der Union gekennzeichnet war von gut besuchten Veranstaltungen unter anderem mit dem früheren Ministerpräsidenten Stefan Mappus, EU-Kommissar Günther Oettinger, dem Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum sowie zu Themen wie dem Erben und einer Führung über die Gartenschau. Schmerzlich gewesen sei der Verlust des Landtagsmandats der CDU im Enzkreis.

Neben Bossert-Fröhle wurden auch ihre Stellvertreter bestätigt: Dr. Peter Napiwotzky, Stadtrat Dr. Peter Metz sowie Nadine Petri, wobei letztere auch Schriftführerin bleibt. Ehrenvorsitzender und Stadtrat Wolfgang Schreiber ist weiterhin Schatzmeister. Als Pressereferent und Internetbeauftragter fungiert ebenfalls erneut der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion, Günter Bächle. Erstmals gibt es mit Patrick Frühwirt einen Mitgliederbeauftragten.

Neu im Vorstand sind als Beisitzer Johannes Bächle, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union, sowie Martin Glatthaar aus dem Wohngebiet Stöckach. Beisitzer bleiben Erna Bischoff, Dr. Ferenc Kocsis, Hans-Peter Pfister, Marco Rettstatt, Stadträtin Gisela Schmid-Beck, Walter Schuler und Holk Stetter. Kassenprüfer: Erika Gerlach und Stadtrat Matthias Trück. Kraft Amtes gehören dem Vorstand ebenfalls an Ehrenvorsitzender Oskar Speidel und der Vorsitzende der CDU Enzberg, Stadtrat Theo Bellon.

Günter Bächle legte den Bericht der Gemeinderats- und Kreistagsfraktion vor. In der Diskussion kam die Forderung auf, die Stadt möge alles tun, wieder eine freie Tankstelle nach Mühlacker zu bekommen, nachdem die bisherige an der Lienzinger Straße abgebaut wird. Vorbehalte wurden auch geäußert zur Lidl-Umsiedlung an die Goethestraße wegen der zusätzlichen Belastung für Goethestraße und Bahnhofstraße sowie der Abriegelung von Pflegeheimen und Wohnungen der Lebenshilfe.

Kontrovers verlief die Debatte über die neueste Entwicklung auf dem Ziegeleigelände. Ein Verkaufspreis von elf Millionen Euro sei überzogen, doch grundsätzlich dürfe sich eine Stadt eine solche Entwicklungschance nicht entgehen lassen. Stadtrat Bächle sagte, momentan fehlten im Rathaus die Kapazitäten für die Abwicklung von Erschließung und Vermarktung. Die Stadt-Bau GmbH stehe derzeit nur auf dem Papier und habe ein Eigenkapital von 25.000 Euro. Wer sie als Instrument einer Stadtentwicklungspolitik haben wolle, müsse sie auch entsprechend ausgestalten. „Doch manche im Gemeinderat möchten sie nur als Schmalspurlösung.“ Bossert-Fröhle kündigte eine gesonderte Mitgliederversammlung an, wenn nähere Details vorliegen.

Positiv sei, dass der Sporthallenneubau im Zeit- und Kostenrahmen liege und damit ein seit langem anvisierte Aufgabe erledigt werde, so der Fraktionssprecher. Auch der Bau der neuen Feuerwache am Senderhang sei auf den Weg gebracht worden. Die CDU unterstütze zudem den geplanten Bau einer Kinderkrippe mit 60 Plätzen. „Es gibt auch gute Nachrichten aus der Kommunalpolitik“, so der Fraktionsvorsitzende.

Zum bevorstehenden Bürgerentscheid über ein neues Gewerbegebiet wird es am 26. Oktober eine öffentliche Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes geben. Zum Neujahrsempfang von Stadtverband und Gemeinderatsfraktion am 15. Januar 2017 konnte Fraktionsvorsitzender Bächle die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann gewinnen.

 

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