Derzeit keine weiteren Busverbindungen für die Großglattbacher möglich

16.06.2014

Weder mehr Busse nach Vaihingen noch eine Verbindung nach Wiernsheim-Pinache darstellbar – CDU greift Bürgeranliegen auf

Mühlacker-Großglattbach. Der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) sieht derzeit keine Möglichkeit für eine direkte Busverbindung ab Großglattbach nach Wiernsheim-Pinache sowie mehr Verbindungen nach Vaihingen. Das teilte Landrat Karl Röckinger dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Kreisrat Günter Bächle (Mühlacker) mit.

Bei einer Ortsbegehung der CDU-Gemeinderatsfraktion im Mai in Großglattbach wurde der Wunsch geäußert, eine Busverbindung auf der Linie Pinache-Großglattbach-Vaihingen/Enz einzurichten. Pinache deshalb, weil dort ein Umsteigen auf die Linie Mühlacker-Wiernsheim möglich wäre und die Großglattbacher unter anderem Ärzte in Wiernsheim frequentieren. In Vaihingen werden Schulen besucht. Bächle bat den VPE um Prüfung der Chancen.

In seiner Antwort schreibt der Landrat, das Regionalbusliniennetz im VPE-Gebiet sei auf Pforzheim und Mühlacker ausgerichtet. Nicht zuletzt werde dadurch das Ober- beziehungsweise Mittelzentrum in seiner Funktion gestärkt und die dort vorhandenen Einrichtungen würden besser ausgelastet. Querverbindungen bestünden nur dort, wo Schülerverkehr in größerem Umfang als Basis für die Tragfähigkeit einer Linie dient und keine alternativen Umsteigeverbindungen bestehen.

„Von Pinache (Linie 703) und Großglattbach (Linie 102) kann man heute schon mit Umstieg stündlich über Mühlacker nach Vaihingen/Enz gelangen, auch wenn dies sicherlich etwas länger dauert als mit einer direkten Linie“, wie Röckinger einräumte.

Im Fall Großglattbach gibt es, so der Landrat weiter, eine Schülerlinie (zwei Fahrten hin, eine Fahrt zurück) der Firma Wolf von Öschelbronn über Pinache – Großglattbach nach Vaihingen/Enz. Dort würden mit sinkender Tendenz im laufenden Schuljahr nur noch 16 Schüler befördert, so dass die Firma Wolf wiederholt erwogen habe, diese derzeit eigenwirtschaftlich und ohne öffentliche Zuschüsse gefahrene Linie einzustellen.

Um dem Fahrgast ein Fahrplanangebot zu unterbreiten, das akzeptiert wird, müsse eine Regionalbuslinie mindestens im Stundentakt ausgebaut sein. Ein solcher Ausbau schlage pro Jahr mit einem sechsstelligen Betrag zu Buche: „Es wären zahlreiche Fahrgäste mit einer Jahreskarte erforderlich, um auch nur einen Bruchteil dieser Kosten abzudecken. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen ist aus unserer Sicht daher die Einrichtung einer neuen Regionalbuslinie derzeit leider nicht möglich.“

Dieser Umstand werde, schreibt der Landrat, den Interessen einzelner Patienten, die ihre Ärzte in Wiernsheim besuchen und keine eigene Fahrmöglichkeit haben, natürlich nicht vollständig gerecht. „Wir bitten aber zu beachten, dass die Großglattbacher Bevölkerung für einen Arztbesuch in Mühlacker die eingerichteten stündlichen Busverbindungen des Stadtverkehrs nutzen kann.“ Zudem stehe mit der Firma Bacher im Wiernsheimer Ortsteil Pinache ein Taxi- und Mietwagenunternehmen zur Verfügung, welches die Einwohner von Großglattbach nach Wiernsheim fahren könne. Jeden individuellen Kundenwunsch könne der ÖPNV mit einigermaßen vertretbaren Kosten leider nicht leisten.


 

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    Mit Prof. Dr. med. Martin Hetzel, Chefarzt Klinik für Pneumologie, Internistische Intensivmedizin, Beatmungsmedizin und Allgemeine Innere Medizin, am Krankenhaus vom Roten Kreuz, Stuttgart. Sein Thema: „Die Luftschadstoffdiskussion zwischen Vernunft und Ideologie“ Martin Hetzel (55) stammt aus Mühlhausen an der Enz, sein Abitur legte er am Theodor-Heuss-Gymnasium Mühlacker ab. Lassen Sie uns bei anschließenden Gesprächen - bei Getränken und Gebäck, zu denen wir Sie herzlich einladen – auch mit unseren Stadt- und Kreisräten, den Empfang ausklingen.

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