Mehrzweckhalle Mühlhausen - Höhner fragt nach Sachstand - OB antwortet

24.08.2026

Die Stadtverwaltung hofft immer noch, dass die Mehrzweckhalle in Mühlhausen saniert werden kann

Mühlacker-Mühlhausen. Die Stadtverwaltung hofft immer noch, dass die Mehrzweckhalle in Mühlhausen saniert werden kann. Das geht aus der Antwort von Oberbürgermeister Stephan Retter auf eine Anfrage von Stadtrat Oliver Höhner (CDU) hervor. Die PCB-Werte seien immerhin gesunken, lägen allerdings noch über dem erlaubten Limit.

Bei der letzten Messung wurden 830 Nanogramm pro Kubikmeter (ng/m3) Polychlorierte Biphenylen (PCB) ermittelt, so Retter. Im in der Halle am stärksten belasteten Vereinszimmer seien in der Vergangenheit PCB-Werte in der Luft von bis zu 4.000 ng/m3 gemessen worden. „Insofern haben die bislang gewählten Sanierungsmaßnahmen bereits zu einem Teilerfolg geführt“, so der OB an Höhner, einer der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Fraktion. Der Zielwert der PCB-Belastung liege bei 300 ng/m3. Die LAGA ist ein Arbeitsgremium der Umweltministerkonferenz (UMK) und wurde am 2. Juli 1963 mit der Zielsetzung gegründet, einen möglichst ländereinheitlichen Vollzug des Abfallrechts in der Bundesrepublik Deutschland sicherzustellen.

Es war nach Angaben der Stadtverwaltung von Beginn an vorgesehen, die Probesanierung in Abschnitten zu realisieren, um den Erfolg der erfolgten Teil-Maßnahmen messen zu können. Angelehnt an die Sanierungsschritte soll dann ein Gesamtsanierungskonzept entwickelt werden. In einem weiteren Schritt wird nun mittels Oberflächensammlern ermittelt, welche Bauteile aktuell noch die größten PCB-Belastung aufweisen, um dann gezielte weitere Sanierungsschritte zu planen.

Die Antwort auf die Frage von Höhner, welche Maßnahmen die Verwaltung plane, falls die Sanierung des Vereinszimmers nicht erfolgreich sein sollte, blieb offen. „Da wir noch mitten in der Probesanierung stecken gibt es noch keine weiteren Überlegungen“, zitiert die CDU-Fraktion in ihrer Mitteilung aus der Antwort. Beantwortet wird aber die Frage von Höhner nach den Kosten.
Bisher entstanden demnach Kosten (Stand 22 Juli 2026) für die Innen- und Schadstoffsanierung von 337.910,50 Euro, davon die Probesanierung des Vereinszimmers mit 35.941,35 Euro, die Übergangslösungen für den Verein (Container/Zelt/Infrastruktur) 67.308,55 Euro, also insgesamt exakt 405.219,05 Euro. Die weiteren Kosten seien abhängig vom Ergebnis der Probesanierung und könnten noch nicht beziffert werden. Die Stadt ist laut OB noch im Austausch mit dem Regierungspräsidium und klärt, welche Kosten gegebenenfalls aus dem Ortskernsanierungsprogramm gefördert werden können.

Zum von Höhner erfragten weiteren Zeitplan heißt es in der Antwort, die weiteren Ergebnisse der Beprobung würden für Mitte August 2026 erwartet. Zwischenzeitlich werde die Raumluft mit und ohne Belüftung des Vereinszimmers gemessen. Retter: „Es ist davon auszugehen, dass bis Mitte August 2026 auch die Messergebnisse der Raumluftmessungen vorliegen, mit Hilfe derer die weiteren Entscheidungen getroffen werden können. Da die Messergebnisse wesentlichen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Projekts haben, gibt es derzeit noch keine weitere konkrete Zeitplanung.“§

Wie bereits in der Vergangenheit geschildert, so der OB weiter an Höhner, sollten Sanierungsschritte mit begleitenden Messungen von Anfang 2026 bis Mitte 2026 bei verschiedenen Temperaturen vorgenommen werden. Es war geplant, Ende 2026 mit der Schadstoffsanierung in der Halle zu beginnen. „In Abhängigkeit von den genannten Sanierungsschritten halten wir an dieser groben Zeitplanung fest.“

Zur weiteren Kommunikation mit den Mühlhäuser Vereinen schreibt der OB: Das Amt für Bildung und Kultur sei bereits intensiv im Austausch mit den Mühlhäuser Vereinen und habe grundsätzliche Fragen klären können. „Einzelfragen stellen die Vereine direkt der zuständigen Sachgebietsleiterin. Bislang wurden für alle Fragen Lösungen gefunden.“

Der TSV Mühlhausen/Enz habe sein Zelt, in dem bislang insbesondere im Herbst und Winter Übungsstunden stattfanden, verkauft, schrieb Höhner und knüpfte daran die Frage, ob es seitens der Stadt Überlegungen für eine Übergangslösung gebe, zum Beispiel durch die Bereitstellung eines stabilen Messezeltes oder einer vergleichbaren Lösung. Retter verneinte dies, denn der Vereinsbedarf habe in anderen Räumlichkeiten (städtische Hallen, kirchliche Räumlichkeiten, Räumlichkeiten anderer Vereine) abgebildet werden können. Eine Notwendigkeit, weitere Übergangslösungen zu suchen, wird seitens der Verwaltung nicht gesehen. Sichergestellt sei, dass auch künftig alle Übungsstunden der Kinder und Jugendlichen des TSV Mühlhausen/Enz in anderen Hallen im Stadtgebiet stattfinden können.

Weitere Fragen des Stadtrats betrafen zwei andere Punkte:

Enz-Brücke - aktueller Sachstand:
Im Januar 2026 wurden rund 20 verschlissene Bohlen ersetzt. Ansonsten ist seit der Vorstellung der Machbarkeitsstudie im November 2025 der Sachstand zum Ersatz des Brückenbauwerkes unverändert.

Breitbandausbau: Am 23.September 2026 findet ein „Buzzer-Termin“ statt, der den offiziellen Startschuss für die Inbetriebnahme des Glasfasernetzes in den Stadtteilen Enzberg und Mühlhausen darstellt. Von wann an welcher einzelne Anschluss verfügbar ist, muss jeder selbst individuell über den Netzanbieter prüfen. Das ist die NetCom-BW.

 

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