CDU: Die Reptilien sind schon mal umgezogen – Zum Stand Pferchäcker

02.01.2024

Die Stadt hat einen Zaun zum Schutz von Reptilien auf zirka 100 Meter Länge entlang des Schützinger Weges auf Höhe des zukünftigen Lienzinger Baugebietes Pferchäcker aufstellen lassen, der auch nach mehr als acht Wochen noch vorhanden und mindestens fünf Jahre lang stehen bleiben wird.

Mühlacker-Lienzingen. Die Stadt hat einen Zaun zum Schutz von Reptilien auf zirka 100 Meter Länge entlang des Schützinger Weges auf Höhe des zukünftigen Lienzinger Baugebietes Pferchäcker aufstellen lassen, der auch nach mehr als acht Wochen noch vorhanden und mindestens fünf Jahre lang stehen bleiben wird.

Auf eine Anfrage des Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Günter Bächle, nach den Ursachen antwortete die Verwaltung, die Reptilien aus dem Bereich der Stützmauer und Böschung - unterhalb der Hecke – seien zu der Zeit der Zaunaufstellung „frei gefangen“, die Tiere in dazu schon vorab neu angelegte Biotope verbracht worden. Diese CEF-Maßnahmen - Maßnahmen für die dauerhafte ökologische Funktion - setzen direkt am betroffenen Bestand der geschützten Arten an. Sie sollen die Lebensstätte in Qualität und Quantität erhalten. Die Maßnahme soll dabei einen unmittelbaren räumlichen Bezug zum betroffenen Habitat haben und angrenzend neue Lebensräume schaffen, die in direkter funktionaler Beziehung mit dem Ursprungshabitat stehen, wird in der Mitteilung der CDU-Fraktion erläutert.
Der Schutzzaun dient dazu, so die Stadtverwaltung, die Wiedereinwanderung von Zauneidechsen und Mauereidechsen in das zukünftige Baugebiet zu verhindern, damit die streng geschützten Tiere insbesondere in der Bauphase keinen Schaden nehmen. Die Zäune bleiben mindestens fünf Jahre und somit über die anfängliche Bauphase der Erschließung und Aufsiedelung im Gebiet stehen. „Die Zäune werden durch die Ökologische Baubegleitung kontrolliert und durch die mit der Aufstellung beauftragten Firma gewartet. Die betroffenen Angrenzer wurden informiert und die Zufahrten mit Ihnen abgestimmt.“ Anlass für die Anfrage des Stadtrates waren Bewohner der Vorderen Raith, die sich auch Gedanken über den neuen Krötenzaun gemacht hätten, der sich nun als Reptilienschutzzaun herausgestellt habe.
Der CDU-Fraktionssprecher und Lienzinger Stadtrat Günter Bächle informierte zudem, dass im Haushaltsplanentwurf der Stadt für 2024 für die Erschließung und das weitere Bebauungsplanverfahren „Pferchäcker“ zusammen 325.000 Euro eingestellt sind. Er rechne fest mit einer zügigen Abwicklung des weiteren Verfahrens, so dass hoffentlich 2024 die Erschließung des künftigen Wohngebiets erfolgen könne. Die Geduld der Bauwilligen könne nicht weiter auf die Probe gestellt werden. Die Ziegelei hatte für die Stadt absoluten Vorrang, heiße es in Lienzingen als eine der Ursachen für die Verzögerung. „Dennoch wäre es gut, wenn die Bürger informiert würden, wann es denn nun mit den Pferchäcker insoweit ist und der Bebauungsplan als Satzung verabschiedet werden kann“, zitiert Bächle aus Mails von Bürgern. Das Bebauungsplanverfahren Pferchäcker sei noch nicht abgeschlossen, es gebe noch eine Beteiligung der Öffentlichkeit.
In diesem Zusammenhang sei aber auch das Regierungspräsidium Karlsruhe gefordert, betonte der Fraktionsvorsitzende. Der Anschluss an die obere Kehre der Landesstraße 1134 sei sicher. Das Regierungspräsidium Karlsruhe habe zugesichert, von 2025 an diesen Bereich neu zu planen, dazu gehöre auch die Entschärfung der Kurve und der Anschluss für Pferchäcker/Vordere Raith. So lange dulde das RP den provisorischen Anschluss der Pferchäcker an die obere Kurve. „Ich hatte versucht, als Kreisrat bei der Verkehrskonferenz des Landkreises die Regierungspräsidentin für einen früheren Planungsbeginn zu gewinnen, aber leider erfolglos.“ Hoffentlich habe Mühlackers Ansehen in der Straßenbauabteilung des RP seit den nicht immer nachvollziehbaren Auseinandersetzungen um die Herrenwaagbrücke nicht gelitten.

Foto:
Der Reptilienschutzzaun

 

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