Positive Eindrücke von Schmölln gewonnen
Delegation der CDU Mühlacker stärkt Partnerschaft mit ostthüringischer Stadt - Anregungen mit nach Hause genommen

Mühlacker/Schmölln. Einen positiven Eindruck über die Entwicklung der mit Mühlacker freundschaftlich verbundenen ostthüringischen Stadt Schmölln gewann eine Abordnung der CDU Mühlacker. Die Delegation aus Stadtverband und Gemeinderatsfraktion besuchte am Wochenende die 13.300 Einwohner zählende Kommune, denn seit Beginn der neunziger Jahre besteht eine Partnerschaft mit den Christdemokraten in Schmölln.

"Wir sind sehr angetan, wie es gelungen ist, Schmölln in den Jahren seit der Wende herauszuputzen", heißt es in einer Bilanz der CDU Mühlacker zu dem Aufenthalt in der Stadt an der Sprotte. Schwerpunkte am ersten Tag waren Gespräche mit Bürgermeister Herbert Köhler, dem Ersten Beigeordneten und CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Horst Lorenz, Stadträten sowie dem Geschäftsführer der Stadtwerke Schmölln, Jürgen Ronneburger und dem Landtagsabgeordneten des Altenburger Landes, Fritz Schröter. "Wir wollen die Kontakte mit Schmölln weiterhin pflegen", sagte der Vorsitzende der CDU Mühlacker, Stadtrat Wolfgang Schreiber, der die Schmöllner zum Gegenbesuch an die Enz einlud.

Wie Bürgermeister Köhler sagte, ist es inzwischen gelungen, die Arbeitslosigkeit in Schmölln auf sieben Prozent zu drücken. Die Stadt profitiere von einer guten Zusammenarbeit im Stadtrat. Er informierte über die Sanierung der Innenstadt und schilderte, wie es gelungen ist, marode Gebäude aus der DDR-Zeit abzubrechen und neu aufzubauen oder aber zu modernisieren. Manche seien auch Grünanlagen gewichen. Schmölln legte, so Köhler, großen Wert darauf, Gewerbegebiete auszuweisen, Firmen anzuwerben und so neue Arbeitsplätze entstehen zu lassen. Die Stadt mit ihren 13 Ortsteilen habe inzwischen eine gute Infrastruktur erreicht, sie setze auf innerstädtische Grünbereiche und gute Radwegeverbindungen. Köhler würdigte auch die persönlichen Verbindungen nach Mühlacker, lobte Stadträtin Erika Gerlach ob ihrer häufigen Besuche als Schmöllner Urgestein.

Bei dem kommunalpolitischen Gedankenaustausch in den Räumen der Stadtwerke Schmölln schilderte der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion, Günter Bächle, die Schwerpunkte der Senderstädter Stadtpolitik wie den Abbau des Sanierungsstaus an kommunalen Gebäuiden, die Stärkung Mühlackers als Schulstadt, die Aufwertung der Ortskerne sowie den Ausbau der eigenen Energieversorgung durch die Investition in eine Biogasanlage. Inzwischen könne Mühlacker auch von einer Stadt wie Schmölln lernen, so die Bereitschaft, auch Gewerbebauland zügig auszuweisen.

Auf dem Programm stand auch das Freizeitbad "Tatami", das die Stadtwerke für mehr als sieben Millionen Euro errichtet haben und betreiben. Auf 5.300 Quadratmetern Bade- und Saunafläche im asiatischen Flair laden die Mitarbeiter ihre Besucher zur Entspannung und zum Wohlfühlen ein. Ausgestattet ist das Sportbad mit vier 25 Meter langen Schwimmbahnen. Dazu kommen ein Nichtwimmer- sowie ein Planschbecken, außerdem eine ausgedehnte Saunalandschaft, die die Besucher aus Mühlacker bewunderten. Hier werde man Anregungen mitnehmen. Geschäftsführer Ronneburger sagte, die Stadtwerke planten den Bau einer Biogasanlage, wobei sie, ein Landwirt und die Raiffeisenbank Gesellschafter seien.

Am Abend nahmen die Mühlacker Christdemokraten am Jubiläum anlässlich des 135-jährigen Bestehens der Feuerwehr Schmölln teil. Dort gab es eine Überraschung: Mühlackers Stadtkommandant Bernd Straile war mit einer Abordnung seiner Feuerwehr auch unter den Gäste, so kam es in der thüringischen Stadt zu einer richtigen Mühlacker Begegnung. An der Feier nahmen Gäste der Schmöllner Partnerfeuerwehr in Tschechien teil.

Am zweiten Tag gab es einen Stadtrundgang mit dem früheren Wirtschaftsförderer Schmöllns, Arnulf von dem Bussche, sowie dem Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion und ehrenamtlichen Beigeordneten Winfried Hippe. Auch hier galt neben der Stadtgeschichte das Interesse dem Bauen im Bestand, wobei Bussche darauf verwies, dass die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft sich als gutes Instrument der Kommunalpolitik erwiesen habe. Stadträtin Erika Langner sagte, neuen Wohnraum im Innenbereich zu schaffen könne Vorbild sein auch für den Ortskern von Dürrmenz im Rahmen des laufenden Sanierungsprogramms: "Ruhige Bereiche, die trotzdem zentrumsnah sind."



Kommunalpolitisches Gespräch bei den Schmöllner Stadtwerken mit Bürgermeister Horst Köhler (links) und Erstem Beigeordneten Horst Lorenz (Zweiter von links) sowie Stadtwerke- Geschäftsführer Jürgen Ronneburger (hinten Mitte) und Mühlacker Stadträten mit dem Fraktionsvorsitzenden Günter Bächle (Dritter von rechts) und dem CDU-Stadtverbands- vorsitzenden Wolfgang Schreiber (Zweiter von rechts).

(29.09.2008)