Haltebuchten an B 10 und B 35 ein Problem – Landkreis will verstärkt kontrollieren – Zu viel Dreck liegt herum
 
Mühlacker. Es gibt es zu viele Leute, die keine Ordnung halten können und einfach Abfall weg werfen, beklagt das Landratsamt Enzkreis. In der Antwort auf eine Eingabe von CDU-Kreisrat Günter Bächle bestätigt Vize-Landrat Wolfgang Herz, die beiden Haltebuchten an der B 10 vor Mühlacker aus Richtung Enzberg und an der B 35 zwischen Lienzingen und Illingen seien ein besonders Problem und würden nun besonders kontrolliert.
 
Wilde Abfälle und Verschmutzungen durch Müll an öffentlichen Straßen und auf öffentlichen Flächen seien ein Dauerthema, das den Straßenunterhaltungs- und -betriebsdienst immer wieder beschäftigt, antwortete Herz dem Kreisrat aus Mühlacker. Das Einsammeln und die Entsorgung der Abfälle an den klassifizierten Straßen außerorts beanspruche nicht unerheblich Ressourcen im personellen und finanziellen Bereich. Die jährlichen Kosten für Abfallbeseitigung auf den Strecken im Enzkreis erreichten dementsprechend einen fünfstelligen Bereich. Herz: „Wir versuchen nach besten Kräften und vertretbarem Aufwand der Problematik gerecht zu werden.“
 
Die beiden von Kreisrat Bächle angesprochenen Haltebuchten an der B 35 bei Lienzingen und an der B 10 zwischen Enzberg und Mühlacker sind laut Herz nach Aussagen der zuständigen Straßenmeisterei Maulbronn in der Tat besonders betroffen. Diese beiden Standorte würden, wie alle anderen Park- und Haltebuchten in diesem Raum auch, regelmäßig zweimal pro Woche, und zwar montags und freitags angefahren und gesäubert. Zusätzlich würden die Park- und Haltebuchten je nach Bedarf in der Regel drei- bis fünfmal im Jahr gereinigt.
 
Die Straßenmeisterei Maulbronn des Enzkreises habe aus aktuellem Anlass die beiden Haltebuchten in der zurückliegenden Woche nochmals überprüft und den noch vorhandenen Abfall eingesammelt, sodass nunmehr ein akzeptabler Zustand gegeben sei. Herz: „Wir werden künftig verstärkt ein Augenmerk auf diese beiden Standorte richten und sie nach besten Kräften in Ordnung halten.“
 
Darüber hinaus gehende Maßnahmen wie die Errichtung von Zäunen, das Aufstellen von Müllbehältern, die Überwachung mit Kameras oder die Vergabe an Fremdfirmen bieten aus Sicht des Landratsamtes, so Herz weiter, keine Gewähr für eine mit vertretbarem Aufwand zu erreichende Verbesserung bei der Entsorgung von Abfall auf öffentlichen Straßen.
 
(19.10.2008)