Letten-Kreisel kann früher kommen – Stadt muss Finanzzusage geben
 
Mühlacker. Der geplante Kreisverkehr  im Letten könnte schneller realisiert werden als bis jetzt gedacht. Das ergab eine Antwort der Kreisverwaltung auf eine Anfrage von Kreisrat Günter Bächle (CDU, Mühlacker). Ursprünglich wollte der Enzkreis den Kreisel 2006 bauen, doch die Stadt Mühlacker bat um eine zeitliche Verschiebung, weil sie in ihrem Budget 2006 keine Gelder bereit stellte. Statt dessen leitete der Enzkreis die Mittel für den Letten-Kreisel für den Bau eines Kreisverkehrs in Illingen um.
 
Es trifft zu, dass der im Haushaltsplan 2006 des Enzkreises für den Kreisel im Letten in Lomersheim, unterhalb der Rauensteinsiedlung, bereitgestellte Ansatz für den Kreisel Illingen nicht in vollem Umfang benötigt wird, schreibt die der Leiter des Verkehrsamtes des Enzkreises, Wolfgang Rittmann, an Bächle.. Das Ausschreibungsergebnis für den Kreisel Illingen habe zwar gegenüber der Kostenschätzung eine nicht unerhebliche Verteuerung ergeben. Diese zusätzlichen Mittel würden aber aus einem anderweitig nicht benötigten Topf aufgebracht. Damit könnten die angesprochenen Restmittel für eine schnellere Realisierung des Kreisverkehrs im Letten genutzt werden, wenn die Stadt Mühlacker, gesichert durch einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss, für sich ihren Kostenanteil verbindlich erklärt und auch gesichert zu erwarten ist, dass die Kreisgremien im Haushalt 2007 ihre Zustimmung zu der Restmittelfinanzierung des Enzkreisanteiles erteilen. In den Entwurf des Haushaltsplanes 2007 wird die Kreisverwaltung die notwendigen Mittel einplanen, sicherte Rittmann im Auftrag von Landrat Karl Röckinger zu.
 
Nachdem inzwischen eine Mehrheit im Gemeinderat von Mühlacker eine rasche Umsetzung der Planung für den Letten-Kreisel fordert, sollten die Kreis- und Stadtverwaltungen prüfen, ob die Restmittel für einen früheren Baubeginn verwendet werden können, hatte Bächle, gleichzeitig Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion Mühlacker, in einem Brief an den Landrat gefordert. Um den Schulweg zur Blumhardt-Schule zu verbessern, hatte sich der Gemeinderatsausschuss für Umwelt und Technik kürzlich für einen baldigen Bau des Kreisverkehrs ausgesprochen. Damit könne der Schulweg sicherer und gleichzeitig die Zu- und Abfahrt ins und vom Gewerbegebiet Fronäcker sowie von und ins Wohngebiet Rauensteinsiedlung/Hagen verbessert werden.
 
(28.07.2006)