Berufsschulen: Kritik an Sandkastenspielen der Kreisverwaltung –
Steinbeis-Schule in Mühlacker unbedingt stärken
 
Mühlacker. Kritik an den Sandkastenspielen der Landkreisverwaltung zur Aufteilung von beruflichen Ausbildungsfächern zwischen der Ferdinand-Steinbeis-Schule in Mühlacker und der Alfons-Kern-Schule in Pforzheim übt der Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion im Sozial-, Schul- und Kulturausschuss des Kreistags, Günter Bächle (Mühlacker). Es sei nicht hinnehmbar, dass die Kreisverwaltung – zusammen mit der Verwaltung der Stadt Pforzheim – Varianten über eine Neuaufteilung entwickle, ohne darüber die zuständigen Gremien zu informieren. Sonst hätte man sich Varianten sparen können, für die sich keine Mehrheit abzeichnen. Zudem sei es nicht akzeptabel, wenn von allen Beteiligten die Mitglieder des Kreistags am wenigsten wüssten. Nachdrücklich forderte Bächle eine bessere Informations- und Beteiligungspolitik des neuen Bildungsdezernats der Kreisverwaltung gegenüber dem Kreistag. Zur Sache selbst bekräftigten die Mühlacker CDU-Kreisräte Günter Bächle, Ute Fleig und Hans Jürgen Pisch, es müsse um eine Stärkung und nicht um eine Schwächung der Steinbeisschule gehen. Auf die Kfz-Ausbildung an der Steinbeis-Schule dürfe nicht verzichtet werden. Im Gegenteil, die Steinbeis-Schule müsse ausgebaut werden: Die Fahrzeiten zwischen dem Hauptbahnhof  Pforzheim und der gewerblichen Steinbeis-Schule in Mühlacker seien kein schlagkräftiges Argument gegen die Beschulung weiterer Berufsfelder in Mühlacker, seit der Stadtbahn-Haltepunkt Rösslesweg in Betrieb sei, der sich in unmittelbarer Nähe zur Kreisberufsschule befinde. Zudem sei es nicht verständlich, so Bächle, weshalb es überhaupt eine Variante gebe, die den Abzug der Friseurausbildung aus Mühlacker vorsieht, nachdem erst vor wenigen Wochen der zuständige Kreistagsausschuss 205.000 Euro frei gegeben habe für die Erneuerung der Friseur-Werkstätten an der Steinbeisschule. In die KfZ-Ausbildungsabteilung sei in den vergangenen Jahren eine halbe Million Euro gesteckt worden. „Die Kreisverwaltung muss vorrangig die Interessen der eigenen Berufsschule wahren und nicht die der Stadt Pforzheim", so die CDU-Kreistagsfraktion.
 
(27.04.2005)