Doppelter Abi-Jahrgang – Folgen für die Berufsschulen?
 
Pforzheim/Mühlacker. Die Kreisverwaltung soll baldmöglichst dem Kreistag  berichten, welche Auswirkungen der doppelte Abiturjahrgang 2012 in Baden-Württemberg auf die Berufsschulen des Enzkreises und der Stadt Pforzheim  insbesondere bei den Vollzeitklassen und den Berufskollegs haben kann und ob sie der Auffassung ist, dass der Landkreis zumindest beim Berufsschulstandort Mühlacker darauf reagieren muss. Das hat jetzt die CDU-Kreistagsfraktion Enzkreis beantragt. Sie griff damit eine Anregung des Kreisvorstandes der Jungen Union bei einem Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden Günter Bächle (Mühlacker) auf. Nachdem 2012 der letzte Abiturjahrgang von G 9 ist und der erste von G 8, könne das doppelte Aufkommen an Abiturienten sich bis auf die Berufsschulen auswirken. Da erfahrungsgemäß bis zu einem Viertel aller Abiturienten eine Ausbildung machen und zumindest nicht gleich studieren, so CDU-Fraktion und Junge Union, habe das doppelte Abi-Jahrgang auch Folgerungen für das berufliche Schulwesen. Bächle: „Für uns ist entscheidend, dass rechtzeitig geprüft wird, ob wir an unseren eigenen Berufsschulen gewappnet sind.“ Während die Abiturienten gute Chancen auf die Lehrstellen hätten, müssten Hauptschüler fürchten, leer auszugehen und die Berufsschule in Vollzeit zu besuchen. Dies sei nur einer der Aspekte, die betrachtet werden müssten.
 
(25.10.2009)