Enzkreis und Stadt Pforzheim gehören zu den Optionslandkreisen
 
Pforzheim/Enzkreis. Künftig liegt die gesamte Zuständigkeit für die Arbeitslosenhilfe II beim Enzkreis und bei der Stadt Pforzheim. Die beiden Kreise bekamen am heutigen Dienstag bei einer Sitzung des baden-württembergischen Ministerrats den Zuschlag. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Scheuermann (Illingen) und der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Günter Bächle (Mühlacker), in einer Pressemitteilung der Kreistagsfraktion  erklärten, gehe der Vorschlag nun nach Berlin, denn das Bundesarbeitsminister entscheide aufgrund der Vorauswahl der einzelnen Bundesländer. Für die sechs zusätzlichen Optionsmöglichkeiten in Baden-Württemberg hatten sich zwei Stadtkreise (unter anderem Pforzheim) und elf Landkreise (darunter alle drei Landkreise der Region Nordschwarzwald) beworben. Alle 13 Anträge erfüllten schon bei der Vorauswahl die Voraussetzungen. Scheuermann hatte die Nachricht vom Zuschlag für Enzkreis und Pforzheim von Sozialministerin Monika Stolz erfahren. Die CDU-Kreistagsfraktion begrüßte die Entscheidung des Ministerrats. Der Enzkreis habe schon vor der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe zum Arbeitslosengeld II bewiesen, dass er sich erfolgreich darum kümmere, auch Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit und Brot zu bringen. An diese Tätigkeit könne bei den Hartz-IV-Empfängern angeknüpft werden. Wäre der Landkreis mit seiner Option auf die Zuständigkeit  für das Arbeitslosengeld II nicht zum Zuge gekommen, hätte er sich diese Aufgabe mit der Arbeitsagentur in einem Job-Center teilen müssen.
 
(30.03.2011)