CDU-Kreisräte wollen geklärt haben: Welche Leitstelle bekommt den Notruf 112?
 
Enzkreis. Wer bekommt in Pforzheim und dem Enzkreis die Notrufnummer 112, die Feuerwehrleitstelle oder die Leitstelle des Deutschen Roten Kreuzes? Das will die CDU-Kreistagsfraktion von der Kreisverwaltung geklärt haben. In einem Antrag an Landrat Karl Röckinger heißt es, in Zukunft gebe es nach einer Richtlinie der Europäischen Union nur noch eine Rettungsnotrufnummer 112 für Feuerwehr und ärztlichen Rettungsdienst. Gleichzeitig verlangt die Fraktion einen Sachstandsbericht über die Bemühungen, zu einer integrierten Leitstelle zu gelangen. Für die Leitstelle bei der Feuerwehr der Stadt Pforzheim zahle der Enzkreis etwa  300 000 Euro im Jahr an Zuschüssen. Dazu gebe es noch die Rettungsleitstelle beim DRK in Pforzheim. Es verstehe sich von selbst, dass eine Zusammenlegung dieser beiden Leitstelle Synergien mit sich bringen würde. Die Union erinnert daran, dass bis jetzt Stadt und Kreis nicht zusammenkamen, weil es keine Verständigung darüber gibt, wo und bei wem die neue Leitstelle geschaffen werden soll,  bei der Feuerwehr oder beim DRK. „Wir sprechen uns auch ausdrücklich für eine integrierte Leitstelle für Feuerwehren und Rotes Kreuz aus mit einer einzigen Fernsprechnummer“, sagte Fraktionsvorsitzender Günter Bächle (Mühlacker). Die Dringlichkeit, in der Sache entscheidend weiterzukommen, werde durch die Richtlinie der Europäischen Union zusätzlich deutlich. Er erinnerte daran, dass der bisherige CDU-Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Winfried Scheuermann (Illingen) bei den Beratungen des Kreishaushaltsplans 2009 ausdrücklich den Vorschlag des Landrats unterstützte, eine neutrale Unterkunft für eine gemeinsame Leitstelle zu wählen.
 
(23.07.2009)