CDU: 1100 Unterschriften nicht übergehen
 
Mühlacker-Lienzingen/Mühlhausen. „Der Enzkreis kann sich nicht einfach über fast 1100 Unterschriften hinwegsetzen, die in allein in Lienzingen und Mühlhausen für die Erhaltung der dortigen Häckselplätze gesammelt worden sind", meint der Mühlacker Kreisrat Günter Bächle, gleichzeitig Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion. Zusammen mit seinen Fraktionskollegen Wolfgang Schreiber aus dem Stadtteil Mühlhausen und Matthias Trück aus dem Stadtteil Lienzingen fordert Bächle von Landrat Karl Röckinger eine Kurskorrektur. Offenbar habe die Kreisverwaltung auch hier allzu zentralistisch gedacht und ihre Häckselplatz-Konzeption am grünen Tisch ausgearbeitet. Die Tatsache, dass auch aus anderen Teilen des Kreises – zum Beispiel Kämpfelbach und Illingen - heftige Kritik am Enzkreis geübt werde, zeige den falschen Kurs der Kreisverwaltung und der Mehrheit des Kreistags. Besser wäre es gewesen, so die Christdemokraten, dem Antrag der CDU-Kreistagsfraktion zu folgen, die Auflösung von Plätzen nur im Einvernehmen mit der Standortgemeinde und nach Information der Bevölkerung vorzunehmen. Leider habe es für diesen Vorstoß im Kreistag keine Mehrheit gegeben. Die Kommunalpolitiker schlagen vor, die Stadt solle die Häckselplätze übernehmen, aber nicht befestigen. Der Enzkreis wiederum solle ihnen die Kosten für Pflege und Häckseln erstatten.
 
(08.05.2005)