Enzbrücke Mühlhausen bleibt Schwachstelle bei Hochwasser
 
Mühlacker-Mühlhausen. Das Hochwasser Anfang dieses Jahres habe deutlich gezeigt, dass nach all den lobenswerten Verbesserungen beim Hochwasserschutz die Enzbrücke in Mühlhausen eine zentrale Schwachstelle darstellt, heißt es in einem Schreiben von CDU-Stadtrat Wolfgang Schreiber an die Stadtverwaltung.
 
Er nennt darin laut Pressemitteilung der CDU-Gemeinderatsfraktion verschiedene Gründe: "Angeschwemmte, an Pfeilern verkeilte Baumstämme sorgen für Rückstau, das Durchflussprofil ist an dieser Stelle durch weiteres Ausbaggern nicht ausreichend veränderbar und die Brücke ist zu tief, bietet zu wenig freien Durchfluss, also kein Freibord."
 
Eine Anfrage von ihm bei der Gewässerdirektion Freudenstadt habe diese Einschätzung gestärkt, eine dauerhafte Beseitigung des Problems sei nur mit einem Neubau einer Brücke zu verbessern. Er stellte deshalb mehrere Fragen. In welchem baulichen Zustand befinde sich die jetzige Brücke? Einige Holzbalken des Belags seien bereits wieder marode oder durchgefault. Ferner will er wissen, ob es bereits Entwürfe seitens der Stadtverwaltung zu diesem Problem gibt, zum Beispiel das Anheben der jetzigen Brücke oder mittelfristig einen Ersatz. Schließlich will er wissen,
welche Möglichkeiten sich der Stadt Mühlacker und den an der Enz gelegenen Ortsteilen durch die neue Hochwasserpartnerschaft des Regionalverbandes Nordschwarzwald bietet.
 
Zudem bezieht sich der CDU-Stadtrat auf die Hochwasserdebatte im Gemeinderat vom Juli 2003. Unter anderem sei damals zur baldigen Realisierung in Aussicht gestellt worden die Vorlandabgrabung schräg gegenüber dem städtischen Bauhof in Zusammenarbeit mit der Gewässerdirektion, nach erledigtem Rest-Grunderwerb durch die Stadt, sowie der Einbau von Vorrichtungen zum Öffnen des Damms (zum Beispiel durch Sprengung) bei Überflutungen, um einen raschen Abfluss des Restwassers aus der Ortslage zu ermöglichen. Schreiber: "Es ist fast ein Jahr ohne erkennbare Leistung vergangen."
 
(13.05.2004)