CDU lehnt Industriegebiet neben Senderhang ab
 
Mühlacker. „Wir halten es für falsch, den Wohngebieten Lindach und Senderhang sowie dem Krankenhaus ein Gewerbe- und Industriegebiet vor die Nase zu setzen“, erklärte die CDU-Gemeinderatsfraktion Mühlacker zu Überlegungen im Stadtparlament, am Senderhang Ost statt der bis jetzt vorgesehenen Wohnbebauung im Flächennutzungsplan ein Gewerbe- und Industriegebiet auszuweisen. Auch wenn möglicherweise formal die notwendigen gesetzlichen Abstandsvorschriften zwischen vorhandenen Siedlungen und einem Industriegebiet eingehalten werden könnten, seien Konflikt zwischen Wohnen und Arbeiten nicht auszuschließen. Das hätten in der Vergangenheit immer wieder Erfahrungen unter anderem in Eckenweiher und Bannholz-Nord belegt. Fraktionsvorsitzender Günter Bächle: „Wir wollen nicht alte Fehler neu machen.“ Deshalb habe sich die CDU-Fraktion in der Vergangenheit für ein Gewerbegebiet Waldäcker ausgesprochen; der große Abstand zur Wohnbebauung schließe Konflikte aus. Es könne auch nicht im Interesse von Betrieben sein, später verschärfte Auflagen zu erhalten, um Wohngebiete zu schützen. Hinzu komme die ungünstige topografische Lage von Senderhang Ost für eine Gewerbebebauung. Diskutieren könne man über einen gänzlichen Verzicht auf Bebauung des Senderhangs Ost, um diese guten Böden der Landwirtschaft zu erhalten als Ausgleich für ein Gewerbegebiet Waldäcker Süd. Deshalb hat die CDU-Fraktion beantragt, im Rahmen der Flächennutzungsplanung denkbare Alternativen in der Wohnbebauung bis zum Jahr 2020 aufzuzeigen.
 
(14.07.2006)