CDU: Echo plötzlich ohne Konzept?
 
Mühlacker. „Ja, was ist nun?“ fragt sich die CDU-Gemeinderatsfraktion: „Gibt es nun ein Konzept der Echo GmbH für den gewerblichen Teil des Mühlehofs oder gibt es keines?“ Mit Erstaunen haben die Christdemokraten, wie es in einer Pressemitteilung heißt, nach der Zwangsversteigerung in der Presse gelesen, die Firma wolle gemeinsam mit der Stadt ein Konzept entwickeln. Doch vor dem Verkauf des städtischen Anteils am Mühlehof hat Echo, so Fraktionsvorsitzender Günter Bächle, sehr wohl gesagt, was sie angeblich für das gewerbliche Areal erreichen wollen: „Das Erdgeschoss vollkommen ausräumen und entkernen.“ Unter anderem, um dort Platz zu schaffen für einen Vollsortimenter, den man allerdings noch nicht habe. Die Union interessiert sich nun schon dafür, wie ernsthaft dies alles gemeint war. Schon wenige Tage nach dem Ratsbeschluss zeige sich, wie es den ganzen Überlegungen an Substanz fehlt. Zur Zukunft der Mieter des gewerblichen Teils des Mühlehofs erinnerte Stadtrat Wolfgang Schreiber daran, dass derjenige, der in einem Zwangsversteigerungsverfahren den Zuschlag erhält, ein Sonderkündigungsrecht hat. Deshalb habe Echo, unter welchen Konditionen letztlich auch immer, den gewerblichen Teil nicht freihändig, sondern in der Zwangsversteigerung erworben. Offenbar sei dies den Mietern von der Stadtverwaltung nicht mitgeteilt worden, obwohl sie doch so sehr die Gesamtlösung – Verkauf städtischer und Ersteigerung gewerblicher Bereich – angestrebt habe und dadurch auch eine Gesamtverantwortung habe. Die CDU-Fraktion wird eigenen Angaben zufolge die Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit verfolgen und vor allem schauen, wie deckungsgleich Ankündigungen und Realität sind.
 
(18.06.2005)