CDU in den Waldäckern: Arbeitsplätze für Mühlacker
Gewerbegebiet farbenfreudig und architektonisch interessant - Mehr als 350 Jobs
 
Mühlacker. "Waldäcker gilt unter Fachleuten als gelungenes Beispiel für ein Gewerbegebiet", sagte Fraktionsvorsitzender Günter Bächle am Montagabend bei einem Lokaltermin der CDU in dem Gewerbepark. Bis jetzt seien dort mehr als 350 Arbeitsplätze entstanden, teilweise auch neue, weil Betriebe sich besser entwickeln konnten als an ihrem alten Standort. Zwei Drittel der Fläche sei bebaut oder zumindest verkauft.
 
Die Unternehmen hätten aber auch gezeigt, so hieß es bei der Ortsbegehung, dass ein Gewerbegebiet nicht trist sein muss, sondern farbenfreudig und architektonisch interessant gestaltet werden kann, zumal in einer grünen Umgebung. Das bringe städtebauliche Qualitäten.
 
"Arbeitsplätze für Mühlacker", so das Motto des Lokaltermins, bräuchten eine langfristige Flächennutzungsplanung. Zwischen den ersten Planabsichten und der Bebauung in den Waldäckern sei fast ein Jahrzehnt vergangen, sagte Bächle. Das belege auch die Notwendigkeit, frühzeitig und mit Augenmaß mögliche Flächen zu reservieren. Gewerbebrache reiche nicht aus, um Vorsorge für die Zukunft zu schaffen, zeige das Beispiel Mühlacker.
 
Die CDU-Fraktion sei immer dafür eingetreten, das Gewerbegebiet Waldäcker nicht zu verramschen, sondern bei der Auswahl von Interessenten auf die Zahl der Arbeitsplätze zu achten, die sie haben oder noch schaffen werden, sagte Bächle. "Der Gemeinderat geht  haushälterisch mit der Fläche um." Erfolgreich sei verhindert worden, eine zweite Wilferdinger Höhe mit viel Handelsgeschäften entstehen zu lassen.
 
Wenn jetzt von den Grünen/LMU versucht werde, mit Plakaten wie "Gegen Waldäcker 2" Stimmung zu machen und gar von "Industriewaldäckern" gesprochen werde, sei dies gegen die Interessen der Stadt und hafte den "Waldäckern" ein Negativ-Image an. Der CDU-Sprecher: "Wir wollen mit unserem Besuch auch zeigen, dass wir die Waldäcker positiv sehen so wie es viele Menschen in dieser Stadt auch tun."
 
Besucht wurde insbesondere auch das Zimmergeschäft Gommel, das vor sechs Jahren von Mühlhausen in die Waldäcker umgezogen und dort der erste Betrieb war. Auch Vertreter benachbarter Firmen hatten sich zum Gespräch eingefunden. Karl Gommel sagte, er habe diesen Schritt nicht bereut und die Waldäcker hätten sich gut entwickelt.
 
Zunehmend werde auch die von der CDU-Fraktion vor zwei Jahren beantragte Stadtbus-Verbindung für die Waldäcker in Anspruch genommen, hieß es bei dem Lokaltermin. Zu prüfen sei, wie Stadtbus und Zugzeiten am Stadtbahnhaltepunkt Rösslesweg aufeinander abgestimmt werden könnten. Angeregt wurde von CDU-Stadtratskandidat Harald Schulzek, den durch den Gewerbepark führenden Radweg Mühlacker-Illingen besser auszuschildern und über die Brücke im Kisslingwald zu führen. Stadtrat Theo Bellon sagte, die Pflege der städtischen Grünanlagen sei verbesserungswürdig. Sein Kollege Wolfgang Buchtala erneuerte seinen Vorschlag, zwischen Industriestraße und Waldäckern einen Gehweg entlang der Osttangente anzulegen.
 
(08.06.2004)