Andrang bei CDU-Lokaltermin im Wohngebiet Hagen
 
Mühlacker-Lomersheim. Die Pläne der Stadtverwaltung auf Änderung des seit 1993 rechtskräftigen Bebauungsplanes „Hagen Nord" stoßen im Hagen-Gebiet auf einhellige Ablehnung. Dies erfuhr die CDU-Gemeinderatsfraktion am Montagabend bei einem kurzfristig anberaumten Vor-Ort-Termin, zu dem laut Pressemitteilung der Union mehr als 80 Bürgerinnen und Bürger kamen. Mit der Änderung will die Verwaltung der Kreisbau-Genossenschaft ermöglichen, ihr Areal Waltherweg/Fischeräckerstraße verdichteter zu bebauen als nach dem Bebauungsplan möglich. „Wir wollen vor unserer Entscheidung über den Antrag der Stadtverwaltung allen Beteiligten die Gelegenheit geben, ihre Meinung zu sagen", sagte Fraktionsvorsitzender Stadtrat Günter Bächle. Er stellte die Pläne der Stadtverwaltung im Detail vor und zitierte aus der Sitzungsvorlage, ohne sie inhaltlich zu vertreten. Das Echo der Hagen-Bewohner: „Wir möchten, dass sich auch die Kreisbau an den Bebauungsplan hält, so wie wir es auch tun mussten." Die Stadtverwaltung habe bisher auf die haargenaue Einhaltung der Festsetzungen des Bebauungsplanes gedrängt, andere Dachformen abgelehnt, die Leute gepiesackt und sei selbst wegen ein paar Zentimeter Abweichungen eingeschritten. Sogar Garagen-Häuschen und Carports seien nur mit Satteldach erlaubt worde und nun solle die Kreisbau Flachdach-Bauten errichten können. „Gleiches Recht für alle" müsse das Motto sein. Flachdächer passten nicht in dieses Baugebiet, störten die städtebauliche Harmonie und das Mehr an Wohnungen führe auch zu einem höheren Verkehrsaufkommen. Man habe nichts gegen ein Bauvorhaben der Kreisbau, das dem bestehenden Bebauungsplan entspricht. Bächle sagte, Bebauungspläne nachträglich so zu verändern, dass das städtebauliche Konzept grundlegend verändert wird, sei schon immer problematisch gewesen. Das Thema steht am Dienstag, 12. April, 18.30 Uhr, auf der Tagesordnung des gemeinderätlichen Ausschusses für Umwelt und Technik.
 
(05.04.2005)