Wenn Vespergutscheine den Landschaftspflege-Etat belasten
 
Mühlacker. Vespergutscheine im Wert von einem Euro oder 1,50 Euro für die Helfer bei den jährlichen Stadt-Putzeten? CDU-Stadtrat Dr. Thomas Pendinger griff die Reduzierung auf einen Euro auf und gab in einer Gemeinderatsanfrage die Bemerkung von Helfern weiter, ob denn durch diese „gewaltige“ Einsparung nun der städtische Haushalt saniert sei. Pendinger: „In der Praxis hieß es dann: Butterbrezel statt Fleischkäs-Weckle.“  In der Antwort verteidigte die Stadtverwaltung diese Einsparung bei den Vespergutscheinen für Vereine. Die Teilnehmerzahl an der Stadt-Putzete  hätten sich in den vergangenen Jahren erfreulicherweise auf mehr als 2000 – teilweise bis zu 2700 – gesteigert. Somit seien die Kosten der Stadt für die Vesperzuschüsse auf 2500 Euro und mehr pro Jahr angewachsen und hätten damit über Gebühr das Landschaftspflege-Budget von gleichbleibend nur 4000 Euro belastet. Diese zusätzlichen Mitteln stünden, so die Verwaltung, anderen ebenfalls sinnvollen Maßnahmen und Aktionen der Landschaftspflege nicht mehr zur Verfügung. Die Einsparung von nur wenigen Hundert Euro sei angesichts dieser 4000 Euro nicht unerheblich. Auch dieses geringe Einsparpotenzial müsse genutzt werden, so die Verwaltung. Das Dankeschön an die Helfer könne auch mit einem Ein-Euro-Gutschein ausgedrückt werden, heißt es in der Antwort auf die Pendinger-Anfrage abschließend.
 
(28.08.2006)