Kindergarten „Schneckenhaus“ muss geholfen werden
 
Mühlacker-Lienzingen. Eine rasche Information des Gemeinderates über die baulichen Mängel am städtischen Kindergarten „Schneckenhaus“ in Lienzingen mit einem Vorschlag zur Problemlösung fordert die CDU-Gemeinderatsfraktion von der Stadtverwaltung. Sie brachte einen entsprechenden Antrag ein, nachdem sich ganz aktuell Elternbeirat und Erzieherinnen über eine mangelnde Erledigung der anstehenden Sanierungsarbeiten auch bei der Union beschwert hätten. Wie Fraktionsvorsitzender Günter Bächle in der Begründung schrieb, habe die Stadtverwaltung auf einen vom Kindergarten im Oktober 2005 vorgelegten Mängelbericht mangelhaft reagiert. Er kritisierte, dass diese Mängelliste dem Gemeinderat auch in den damals gerade begonnenen Haushaltsberatungen nicht vorgelegt worden ist. Somit sei es den Stadträten nicht möglich gewesen, möglicherweise noch fürs Haushaltsjahr 2006 darauf zu reagieren und Mittel bereitzustellen. Die CDU will nun von der Stadtverwaltung eine klare Aussage darüber, wie sie sich die Erledigung dieser Beanstandungen vorstellt und welchen Zeitplan sie dafür hat. In diesem Zusammenhang fordert die Union, wie Bächle darlegte, auch Klarheit über das Gerücht, die Verwaltung habe Gedankenspiele über eine Verlagerung der einzigen Kindergartengruppe des „Schneckenhaus“ in Räume der Grundschule angestellt. Dies müsste, so der Lienzinger Stadtrat, aus drei Gründen abgelehnt werden: Die Grundschule verfüge nicht über ausreichende Außenspielflächen, wie sie ein Kindergarten benötige, und zudem sei nach den Prognosen der Stadtverwaltung im neuesten Kindergartenbericht für 2007/08 wieder mit einem Ansteigen der Kinderzahlen in Lienzingen zu rechnen. Zudem dürfe die altersgemischte Gruppe im „Schneckenhaus“ nicht gefährdet werden. Die CDU-Fraktion bekenne sich jedenfalls zum städtischen und zum kirchlichen Kindergarten in Lienzingen.
 
(21.01.2006)