Zahl der Baulücken in Mühlacker weiter geschrumpft
Geobip.de bietet Zugriff auf das städtische Baulückenkataster  
 
Mühlacker. Die Stadtverwaltung geht von weniger Baulücken in Mühlacker aus als bisher genannt. Das ergab die Antwort von Bürgermeister Hans-Jürgen Pisch auf eine Anfrage des Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Stadtrat Günter Bächle, der sich positiv zu der benutzerfreundlichen städtischen Baulückendatenbank im Internet geäußert und nach der Anpassung an die aktuellen Verhältnisse gefragt hatte. Unter www.geobip.de gibt es eine Übersicht über derzeit in Mühlacker bestehende bebaubare Flächen.
 
Nachdem nun die systembedingten Anlaufschwierigkeiten auf der Internetplattform Geobip mit nicht unerheblichem Personalaufwand von der Stadtverwaltung bereinigt worden seien, „sind wir guter Dinge, dass die sich abzeichnende Inanspruchnahme durch potentielle Käufer anhält und sich der eine oder andere Eigentümer zu einer Verwertung entschließt“, schreibt Pisch.
 
Im Vorentwurf für den neuen Flächennutzungsplan Mühlackers seien tatsächlich 563 Baulücken aus der Erhebung April 2000 eingegangen. „Diese wurden zu 80 Prozent innerhalb rechtskräftiger Bebauungspläne angerechnet und zu 40 Plätze in der Ortslage ohne Bebauungspläne.“ Im März 2004 seien im Rahmen der Baulückenfortschreibung von Bau- und Planungsamt immerhin noch 511 Baulücken zeichnerisch aus Luftbild- und Katasterplanbeständen ermittelt worden. Der zuständige Mitarbeiter habe dabei in Absprache mit der Amtsleitung bei besonders großen Baulücken eine Doppelzählung vorgenommen.
 
 Im Jahr 2006 wurde nach Pischs Angaben im Hinblick auf eine Veröffentlichung im Geobip eine detaillierte Bestandsaufnahme mit Ortsbegehung und fotografischer Dokumentation notwendig. Es seien dabei im Oktober 2006 nur noch 382 Baulücken kartiert wurden. Hierbei seien auch bei großen Grundstücken keine Unterscheidung nach einer Mehrfachbebaubarkeit mehr gemacht worden. Ein Widerspruch gegen die Veröffentlichung im Baulückenkataster seien inzwischen von Eigentümern für elf Grundstücke eingereicht worden. Bis November sei die Zahl der Baulücken auf 381 geschrumpft.
 
In seiner Anfrage hatte Bächle auf zwei Beispielen in Lienzingen hingewiesen: Eine in der Datenbank noch genannte Baulücke sei seit wenigen Monaten geschlossen, ein anderer Bauplatz werde von den Eigentümern nicht verkauft und stehe damit dem Markt nicht zur Verfügung.
 
Betrieben wird geobip.de für Mühlacker in städtischem Auftrag von einem Tochterunternehmen des Mühlacker Vermessungsbüros Gerst. Zur Aktualität schrieb Siegfried Gerst der CDU-Fraktion: „Ziel von geobip.de ist, dass es lebt. Die Akzeptanz steigt mit der Aktualität.“ Soweit örtliche Veränderungen bekannt werden, sei  die Berichtigung der Datenbank ohne Probleme auch sehr kurzfristig möglich.
 
(28.05.2007)