Neue Planung für Brachfläche des Goldshaldeareals erwartet
 
Mühlacker. Wie weit lässt sich der Vorrang der Innen- vor der Außenentwicklung in der Praxis umsetzen? Das war Inhalt einer Anfrage des Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Stadtrat Günter Bächle, an die Verwaltung. Er meinte das Goldshaldeareal. Beim Befahren der Schillerstraße habe man beim Blick auf das Areal eher den Eindruck, dass sich ein Wäldchen entwickelt denn eine Wohnbebauung. Zu lange lägen Flächen brach und deshalb solle die Stadt auf die Eigentümer mit dem Ziel zugehen, eventuell eine Umplanung vorzunehmen. Schließlich sei die Nutzung des ehemaligen Schuler-Firmengeländes für  Wohnbebauung in landesweiten Beispielen als positiv genannt worden. Doch seit längerem tue sich dort nichts mehr.
 
Die Fläche sei mit Restriktionen belegt (Nordhang, Bahnlärm), aber unmittelbar innerstädtisch gelegen und insofern für eine Wohnbebauung aus Sicht der Stadtplanung nach wie vor gut geeignet, heißt es in der Antwort der Stadtverwaltung an den CDU-Fraktionssprecher. Inwieweit die bisherigen Vermarktungsbemühungen an städtebaulichen oder eher an Vermarktungsfragen („Grundstückspreis“) gescheitert seien, kann vom Rathaus aus nur unvollkommen beantwortet werden. Jedenfalls liege seit kurzem wieder ein Baugesuch für eine Teilfläche vor, die mit Einverständnis der Stadt an einen Investor verkauft worden sei.
 
Die Eigentümerin der Restfläche hat laut Stadtverwaltung ein Architekturbüro beauftragt, städtebauliche Alternativen zur jetzigen Planung zu prüfen. Erste Entwurfsansätze seien dem Planungs- und Baurechtsamt vorgestellt worden. Inwieweit die Bebauung im Rahmen des bestehenden Bebauungsplans realisiert werden könne oder ob eine Anpassung erforderlich werde, müsse noch geklärt werden.
 
Die Verwaltung werde den Gemeinderat über das weitere Verfahren auf dem Laufenden halten, sichert sie zu.
 
(29.06.2009)